Romana  Germana  

PARTNERSCHAFTSPROJEKT RUMÄNIEN      

 
 

POLIT. DIALOG
 

Die Zusammenarbeit der drei rumänischen Partner ist während der Projektlaufzeit sichtbar intensiver geworden. Besonders eng war sie im Zusammenhang mit dem Entwurf einer rumänischen Handwerksordnung.

Langfristiges Ziel der rumänischen Partner ist es, auch in Rumänien einen gesetzlichen Rahmen zu schaffen, der dem Handwerk mehr Rechtssicherheit bietet, die Ausbildung zukunftsorientiert regelt und die Qualität handwerklicher Produkte und Dienstleistungen sichert. Dies kann im Rahmen einer Handwerksordnung geschehen. Vorbild ist dabei nicht nur die deutsche Handwerksordnung, sondern auch das bulgarische Handwerksgesetz vom Frühjahr 2002.

Nach ausführlichen Beratungen durch Rechtsexperten der Handwerkskammer Koblenz, auch im Rahmen eines internationalen Kongresses zum Handwerksrecht in Sarajewo , brachte ein UCECOM nahestehender Parlamentarier im Herbst 2003 einen Entwurf für eine rumänische Handwerksordnung ins Parlament ein. Die gesetzliche Initiative verfolgt  die Einfuhrung eines Selbsverwaltungssystem des Handwerks durch Schaffung von Handwerkskammern und des dualen Ausbildungssystems. Leider wurde dieser Entwurf im Frühjahr 2004 von beiden Kammern des Parlaments abgelehnt.

Der Entwurf wurde von den Experten von UCECOM weiter verbessert, unter Berücksichtigung der Bemerkungen der Regierung und der Parlamentsausschüsse.

UCECOM identifizierte vier Parlamentarier der Demokratischen Partei welche die Notwendigkeit der Regelung des Handwerksbereichs empfanden und zwar: Herr Ioan Oltean, Quästor der Demokratischen Partei, Herr Daniel Buda, Abgeordnete des Kreises Cluj, Frau Monica Jacob-Ridzi, Abgeordnete des Kreises Hunedoara und Herr Ioan Zegrean, Abgeordnete des Kreises Bistrita. Anfang 2006 führten die 4 Parlamentarier eine Dokumentationsreise bei der Handwerkskammer Koblenz durch.

Der verbesserte Gesetzesentwurf wurde am 18 April 2006 erneut ins Parlament unter der Benennung Handwerksgesetz (Legea mestesugurilor) eingeführt (der Handwerksbereich wird in einer modernen, europäischen Auffassung betrachtet, die den Bereich des traditionellen Handwerks bei Weitem übertrifft).

Dezember 2006 gab die Regierung eine positive Stellungsnahme betreffend den Gesetzesentwurf ab und Marz 2007 wurde der Entwurf vom Senat, der obersten Parlamentskammer, verabschiedet. Zurzeit befindet sich der Entwurf bei der Abgeordnetenkammer, welche in diesem Fall die Entscheidungskammer ist.

Vom 22 bis zum 25 Mai 2007 unternahm eine multiparteiische Abgeordnetendelegation eine zweite Dokumentationsreise bei der Handwerkskammer Koblenz, um sich uber die deutsche Handwerksorganisierung naher zu informieren.

Man hofft auf die Verabschiedung der rumanischen Handwerksordnung noch vor den Parlamentsferien im Juli .





 

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